Über den Laut Klub zu schreiben, ist, wie über Musik zu philosophieren: kann man machen, aber am Ende reicht das nicht aus. Irgendwann muss man einfach reingehen und mitgehen und hören und fühlen.

Keine Frage, der Laut Klub ist nichts für schischiverwöhnte und kulturbescheidene Kunstlabile oder für toleranzarme Einheitsspießer. Denn hier, in einer ehemaligen Tiefgarage, die mit viel viel Schweiß und mit vielen helfenden Händen auf- und ausgebaut wurde, lebt und tanzt und schwitzt und stampft stolz und laut der underground. Hier heißt es: „Tschüss, elektronischer mainstream nonsense und Zwangsgesellschaft“ und „Hallo Techno, jawoll hier bin ich!“. Wenn ausnahmsweise mal kein Techno von vorne bis hinten derbe durch die Wände drückt und Gäste und Nachbarn ungehemmt beschallt, dann wird das Laut natürlich nicht leise, sondern wuppt und schwuppt und schwingt auch mal zu house, dnb und Goa. Und auch dabei kommt der Sound nicht von der Stange, sondern vom Herzen.
Seit 2012 nun schon macht das Laut seine Gäste technisch und musikalisch und mittlerweile stilvoll und qualitätsbewusst mit einer Funktion One bassbaff und ravefest. Dabei hat alles viel bescheidener angefangen. 4 Männer, ein Exil-Ossi, ein Wessi, ein Russe und ein Halbitaliener, alle mit einem großen Herzen und sympathischer Obsession für elektronische Musik und Partys aber ohne location, dafür mit einer Hand voll verrückter Freunde und Ideen und viel Enthusiasmus, schlossen sich vor 4 Jahren zusammen, um dann genau das zu tun, was sie bis heute im Laut eben tun: Musik und Partys – wie früher nur heute, ohne Vorurteile, mit Respekt und für das schöne Gefühl ein Teil einer besonderen Szene zu sein.
Hier geht’s nicht um business, um coolness, um kommerzinfiziertes Kalkül. Im Laut geht’s um die Liebe und den Spaß an bassgewaltiger Musik und vor allem um die Freunde dieser Musik.
Wer also fragt, was das Laut ist, der muss zu erst fragen, wer das Laut ist. Denn erst die Menschen, die hier tanzend und lachend dem Alltag trotzen, machen die location zu der, die sie heute ist: ein selbstbewusster Technoclub.
Für die vier Köpfe des Laut Teams wird das Laut aber wohl immer auch eines bleiben: eine Herzensangelegenheit, ein Spielplatz zum Basteln und Musizieren und ein bassspaßparadiesisches Kunstprojekt zum Austoben.

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